MEIN ANGEBOT

Zuerst einmal Danke für Ihr Interesse, und ein Willkommen auf dieser Seite! Als Psychotherapeut (in Ausbildung unter Supervision) besteht mein Angebot in der psychotherapeutischen Begleitung in der Methode der Hypnosepsychotherapie zu vorab vereinbarten Sitzungen. Es umfasst Diagnose, Abklärung von realistischen Therapiezielen, sowie die Anwendung tiefenpsychologischer Erkenntnisse und hypnotherapeutischer Techniken zu deren Erreichung, nicht aber um eine ärztliche, oder psychiatrische Behandlung. Unsere Mittel sind das Gespräch, und unter anderem das Nutzen Ihrer Fähigkeit, Trancezustände als Werkzeuge zur Gestaltung Ihrer eigenen Innenwelten kennenzulernen und anzuwenden. Unser Rahmen ist die tragfähige Arbeitsbeziehung, und meine Begleitung, sofern Sie das wollen, so lange Sie das wollen.

ÜBER MICH

Als Jahrgang 1962, und seit 1985 in der Sozialarbeit in den verschiedensten Feldern tätig (Arbeit mit psychisch Kranken, teils mit psychiatrischem Hintergrund, mit Obdachlosen, Straffälligen und ihren Opfern, Suchtkranken), begegnete ich unzähligen Menschen mit schweren Schicksalen, nahm Anteil an ihren Bemühungen, das Leben so gut wie möglich zu meistern, ihrem Ringen um Beziehung, und auch an Resignation und Scheitern.

Nun in eigener psychotherapeutischer Praxis möchte ich mein erworbenes Wissen und meine Erfahrung einsetzen, um mehr als nur am notwendigsten Funktionieren in einer immer schwieriger werdenden Gesellschaft zu arbeiten. Wir alle haben mehr verdient. Persönliches Wachstum endet nicht mit der Kindheit, und nicht mit dem Berufseinstieg, nicht mit Familiengründung, und nicht mit dem Pensionsantritt. Persönliches Wachstum kann ein Lebensweg sein. Ein schwieriger, ein harter, ein lohnender, ein beglückender. Dem gilt mein Interesse und meine Leidenschaft.

Ich glaube nicht an Wunder, weiß aber von der Möglichkeit der Veränderung zum Positiven. Nicht Alles ist möglich, und nicht jeder Wunsch ein erreichbares Ziel, aus Erfahrung bin ich aber der festen Überzeugung, dass es möglich ist, Weichen neu zu stellen, eingefahrene Wege durch bessere zu ersetzen, realistische Zukunftsvorstellungen zu entwickeln, und aus einem neu verwirklichten, besseren Leben auf einen guten und erfüllten Entwicklungsweg zurückzublicken. Und, um mir auch gleich wieder selbst zu widersprechen, es ist nicht auszuschließen, dass sich Dinge verwirklichen, von denen man nicht zu träumen gewagt hatte.

Kontakt – TERMINE – KOSTEN

Termine: freie Termine dzt. Donnerstags, nach Vereinbarung.

Kosten: Eine Einheit dauert 50 Minuten, und kostet € 90.-. Fragen Sie gerne aber nach einem Sozialtarif. Psychotherapie ist teuer, und nicht jeder kann sie sich leisten, weshalb ich ganz bewusst meine Tarife angepasst gestalte. Es ist dzt. leider keine Kassenverrechnung möglich.

Absageregelung: Vereinbarte, aber kurzfristig nicht wahrgenommene Termine müssen leider verrechnet werden, und zwar zum vollen Tarif innerhalb von 24 Stunden. Darüber hinausgehende, rechtzeitige Absagen und Terminverschiebungen sind kostenfrei.

Erstgespräch: Zum ersten Kennenlernen, zur Abklärung möglicher Inhalte und Rahmenbedingungen (zeitlicher Rahmen, Kosten, Dauer, soweit abschätzbar) möchte ich Sie zu einem persönlichen Erstgespräch einladen. Dieses kann ein bis fünf Sitzungen im Wochenabstand benötigen. Eine seriöse Einschätzung des Therapiebedarfs hängt im Wesentlichen von Ihrem Befinden, Ihren subjektiven Beschwerden, und Ihren Therapiezielen ab, und kann sich im Verlauf einer Psychotherapie auch noch ändern.

Praxisadresse:
Psychotherapeutische Gemeinschaftspraxis
Beethovengasse 1 / Stiege 1 / 1. Stock / Tür 2
1090 Wien

Terminvereinbarung:
praxis@linzatti.at
0676 – 470 90 80

DAUER & INHALTE EINER PSYCHOTHERAPIE

Psychotherapie ist ein Verfahren zur Linderung und gegebenenfalls Heilung psychischen Leidens und psychischer Erkrankungen. Nicht selten beginnt sie mit aktuell schwierigen Lebensumständen, Krisen durch Verlust von Arbeit, Gesundheit, oder geliebten …

… Menschen etwa, Beziehungsproblemen und/oder Trennung, oft auch auf dem Hintergrund früherer Verlust- und Trennungserfahrungen. Durch diese ausgelöst, oder aber auch ursächlich in der Leidensentwicklung, finden sich oft subjektiv erlebte, oder bereits objektivierte diagnostizierte Erfahrungen von Depression, Angst, Zwang, Sucht, suizidaler Tendenzen, Problemen in der Beziehungsgestaltung, Schwierigkeiten im Umgang mit Aggression und Sexualität, oder etwa auch die Verkörperung des Seelischen in psychosomatischen Erkrankungen. Manchmal aber sind es auch überfordernde Zumutungen der Welt, die Neuorientierungen erfordern, oder etwas als schicksalhaft Erfahrenes, das nach neuen Antworten verlangt.

Im Hintergrund des bewussten Erlebens finden sich wiederum Fixierungen in alten, nur wenig situationsangepassten Lösungen innerer Konflikte, manches Mal ein noch nicht fertig ausgereiftes Verständnis von sich selbst und Anderen, oder traumatische Erfahrungen und deren Folgen. Wir begegnen einem breiten Spektrum aus möglichen Erscheinungsformen und möglichen Ursachen, unverstandener Verwirklichung des Ungewollten, und der nicht Verwirklichung des Gewollten. Es gibt unzählige Gründe, an sich und der Welt wachsen zu wollen.

Eine Psychotherapie dient KURZFRISTIG der Entlastung, dem Entwickeln und der Etablierung eines besseren Lebensgefühls, der Hoffnung auf Veränderung, der Neuorientierung, dem Finden und der Nutzbarmachung von Fähigkeiten und Ressourcen, sowie auch dem Erarbeiten von konkreten und tragfähigen Lösungen. Für eine Kurzzeittherapie investieren sie etwa bis 20 Stunden im Zeitraum eines halben Jahres.

Wie oft erreichen wir nicht, was wir wollen, weil wir nicht wirklich wissen, was wir wollen, und wie oft wissen wir nicht, was wir wirklich wollen, weil wir nicht wissen, wer wir sind? Sind unsere Wünsche wirklich unsere eigenen? Wir begegnen unseren eigenen Hindernissen, so genannten Widerständen, wir treffen auf einander widersprechende Wünsche, einander ausschließende Vorstellungen, Handeln entsprechend widersprüchlich, oder gar nicht mehr, und finden uns selbst in diffuser Orientierung. Ich würde Ihnen eine MITTELFRISTIGE psychotherapeutische Begleitung anbieten wollen, im Ausmaß von 40 bis 60 Stunden, über etwa ein, eineinhalb Jahre hindurch.

Darüber hinaus erfordern schwerere Leidenszustände und Erkrankungen möglicherweise eine LANGZEITTHERAPIE, und unter Umständen eine Begleitung über Jahre.

Existentielle Fragen, wie nach dem Altern, und der eigenen Sterblichkeit, der unüberbrückbaren Isolierung von Anderen und der Welt, der eigenen Freiheit zum Preis von Verantwortung und Bindung, und letztlich die Frage nach dem Sinn, haben ihre Ursachen nicht nur in einer Vergangenheit, sondern unausweichlich im gegenwärtigen Sein, und in der Aussicht auf die Zukunft. Wann ist diese Suche zu Ende?

Die Dauer einer Psychotherapie lässt sich nicht unbedingt von vornherein genau abschätzen. Aus einer kurzfristig angelegten Therapie kann eine länger dauernde werden, eine langfristig beabsichtigte kann abgebrochen werden. Eine Therapie kann Unterbrechungen erfahren, und auch nach Jahren wieder aufgenommen werden. Letztendlich ist die Entscheidung zur Psychotherapie eine, die Sie freiwillig treffen, und die Dauer damit auch durch Sie selbst bestimmt.

Ablauf EINER PSYCHOTHERAPIE

Sie beginnt mit dem Erstgespräch und Ihrer Entscheidung zur Psychotherapie, und findet in möglichst wöchentlichen Sitzungen, mit Unterbrechungen durch allfällige Urlaube, Feiertage, Krankheit, und dergleichen, statt. Es kann fallweise sinnvoll sein, in …

… Doppeleinheiten zu arbeiten. Die Sitzungen sind jedenfalls über einen mittelfristigen Zeitraum geplant und gemeinsam vereinbart. Ein Erstgespräch dient der ersten persönlichen Kontaktaufnahme, und folglich einem sich vertiefenden Kennenlernen. Es folgt die diagnostische Abklärung und eine genaueren Beschreibung Ihres Leidens, ein Ergründen der zur Linderung, oder gar zur Heilung notwendigen Ressourcen, das Entwickeln von Therapiezielen, die Beschreibung eines gewünschten Lösungsweges und das Erstellen eines Behandlungsplanes. Wir finden Ziele, unterscheiden diese von Wünschen und Hoffnungen, Anliegen und Absichten, und überprüfen immer wieder auch den Behandlungserfolg. Die Psychotherapie endet, wenn Sie sich dazu entscheiden, weil Ihr Leben sich hoffentlich maßgeblich verbessert hat, und sie Ihre Therapieziele erreicht haben.

Ich schreibe WIR, da meiner Auffassung nach eine Psychotherapie ein ein gemeinschaftliches Vorgehen ist. Sie besteht nicht nur aus Leid, sondern auch aus Ihrem Wollen, und Ihren Bemühungen, etwas in Ihrem Leben in eine gewünschte Richtung zu entwickeln. Sie besteht auch in meinen Anstrengungen, Sie zu verstehen, und Sie zu unterstützen. Die Begegnung in der Psychotherapie findet aber nicht nur zwischen Therapeut und Klient statt, sondern auch zwischen dem uns bekannten Wesen, welches wir sind, und dem Unbekannten, welches wir mehr noch sind. Das weite Land der Seele ist am besten mit Neugier zu erkunden.

Zur Methode

Die Hypnosepsychotherapie gründet einerseits in tiefenpsychologischen Erkenntnissen, die Psychodynamik hat ihre Wurzeln in der Psychoanalyse, und geht, wie es der Name schon verrät, von einem dynamischen, und daher veränderlichen Geschehen, sowie von …

… einer Tiefen-, oder Hintergrunddimension unserer Psyche aus, wir nennen sie „das Unbewusste“, und andererseits in unserer Fähigkeit zur Trance, und den mit ihr verbundenen Phänomenen. Wir sehen durch unsere Geschichte hindurch eine Entwicklung von kultischen Ritualen, vermutlich seit der Frühzeit des Menschen, über den „tierischen Magnetismus“ des 18. Jahrhunderts, Versuche magisch direktiver Einwirkung, im besten Falle getragen von der Intention zu Helfen, im leider schlechten Falle von der Zurschaustellung kuriosen Verhaltens zur Bühnenunterhaltung, nun hin zu einer permissiven, die Kreativität anregende Innenschau als grundlegende Haltung.

Es gäbe eine Menge über die Hypnose und die Macht von Trancen zu wissen, das meines Erachtens wichtigste hier vielleicht aber ist der Umstand, dass kein Hypnotiseur die Macht über jemanden anderen hat. Er hat im besten Falle die Macht, in Ihnen etwas zu unterstützen, das Sie selbst wollen. Die Hypnose, obwohl es das Wort suggeriert, ist kein Schlaf, sondern im Gegenteil ein Zustand erhöhter, nach Innen hin gerichteter Wachheit. Auch ohne professionelle Anleitung kennen wir Trancezustände bereits sehr gut. Sie sind ein Teil unserer Kindheit. Wir versinken im Spiel, die Außenwelt hört auf zu existieren, und auch als Erwachsene geben wir uns immer wieder Tagträumen hin. Es sind dies Zustände einer erhöhten Aufmerksamkeit für sich selbst, erhöhter Kreativität, und eines tiefen inneren Kontakts zu den Ressourcen unserer Gefühls- und Vorstellungswelten. Die Hypnose erlaubt somit die Projektion des eigenen Seins in die Zukunft, und die versuchsweise Identifikation mit der Erfüllung unserer Wünsche und Vorstellungen. Sie nimmt in einem sicheren Rahmen die Verwirklichung unserer Sehnsüchte und Absichten vorweg, und ermöglicht das Ausprobieren der Folgen von Veränderung. Erst Ihre Zustimmung zur Wunscherfüllung lässt den Wunsch dann auch wahr werden. Erst Ihr unwidersprochenes Einverständnis zu einer Lösung lässt diese auch zur Wirklichkeit werden.

Gedanken erzeugen Gefühle, Gefühle erzeugen Gedanken, in endloser Abfolge, im Schlechten, wie im Guten. Wir nutzen somit unsere Fähigkeiten zur rekursiven, sich selbst bestätigende Dynamik von Teufelskreisen, um ebendiese auch wieder verlassen zu können. Man stelle sich gar ein sich selbst verstärkendes Wohlbefinden vor.

Ihnen ist die Hypnose nicht geheuer, oder gar unheimlich? Zweifel sind angemessen, Vorsicht ist angebracht, Angst ist berechtigt, und Vertrauen unter vorerst Fremden kann tatsächlich nicht so einfach vorausgesetzt werden. Eine Hypnosepsychotherapie ist aber auch ohne Hypnose möglich. Sie wird in diesem Falle zu einer Psychotherapie auf psychodynamischer Grundlage, das Mittel der Wahl ist die Begegnung im Gespräch. So oder so sind wir mit steuernden, lenkenden, und entscheidenden Kräften befasst, die sich unserer unmittelbaren Wahrnehmung und Kenntnis entziehen. So oder so machen wir uns das Unbekannte zum Freund und Helfer.

Haltung & Gedanken

Der Fokus in der Betrachtung des Menschen auf das Schwierige, Problematische, das nicht Funktionierende, das Kranke, birgt die Gefahr der übermäßigen Pathologisierung des Menschen in sich. Die Idee psychischer Erkrankungen kommt aus der …

… Geschichte der Medizin, und berechtigterweise will man das Kranke behandeln, um zu heilen. Seit mittlerweile Jahrhunderten ringen Fachleute um eine gemeinsame Sprache, in der Anstrengung, das subjektive Erleben des Psychischen möglichst objektiv beschreiben zu können. Diese Fachsprache dient dem Austausch, der Wissenschaft, der Forschung, und letztlich auch den Anforderungen eines Gesundheitssystems. Es kann schwer sein, sich selbst als krank zu bezeichnen, das eigene Sein, oder den Wert des eigenen Seins infrage zu stellen, eine Psychotherapie muss sich allerdings auch den Realitäten stellen können.

Alternativ zu einer rein krankheitsfokussierten Sichtweise möchte ich in psychischen Problemen daher auch die großartigen Leistungen verstehen können, die früheren Lösungen eines Kindes in großer Not. Im Kranken verborgen liegen, wie auf der Rückseite der Medaille, unsere Ressourcen, unsere Kraft, und unsere Kreativität. Verstehen wir Probleme, Erkrankungen, oder schicksalhaft Erfahrenes als Auslöser der Erkenntnis, etwas tun zu müssen, kann Krankheit vielleicht eher auch als Krankheit benannt werden. Ich möchte sie daher auch als Signal verstehen, bislang zu wenig beachteten Aspekten unseres Wesens und des Lebens mehr Aufmerksamkeit zu schenken, und alte Lernerfahrungen zu aktualisieren.

Als Kind erfährt man von Anderen, wie die Welt, und wer man selbst ist. Man kann daher ganz einfach das Falsche gelernt haben, oder etwas Richtiges, aber nicht mehr den aktuellen Lebensumständen entsprechendes. Ich möchte psychische Probleme somit auch als oft nicht mehr zeitgemäße, nicht mehr situationsangepasste frühere Lösungen verstehen, als die Lösungen eben dieses Kindes, und oft die eines Kindes, das episodisch nicht mehr erinnert werden kann. Die „Störung“ wird zum Weckruf, das Reifen und Wachsen zu unserem Auftrag an uns selbst, das Annehmen der Aufgabe zum gelebten Beweis unserer Selbstwirksamkeit.

Das nicht mehr erinnerbare Kind spricht zu uns. Es zeigt sich uns in unseren Stimmungen und Affekten, in unseren Haltungen und Überzeugungen, in unseren Träumen und in unserem Handeln. Ich bin der tiefen Überzeugung, es braucht unsere ganze Empathie, und den größten Respekt vor dem, was es schon alles geschafft hat.